Seehunde beobachten rund um Ameland:
beste Plätze und Zeiten
Seehunde sind rundum nicht so schwer zu finden, denn die Ruhe, die Weite und das reine Wasser sagen diesen Tieren sehr zu.
- Warum sie hier gedeihen: die schöne Natur, das reine Wasser, die Weite und die Ruhe haben einen positiven Einfluss auf die Tiere, sodass sie sich hier gut zu Hause fühlen.
- Ein Faulenzerleben: Seehunde faulenzen viel am Strand und auf den Sandbänken und genießen ausgiebig die Sonne.
- Schwimmen und jagen: zwischendurch schwimmen sie eine Runde und tauchen nach frischem Fisch, ihrer wichtigsten Nahrung.
Vor der Küste leben ziemlich große Populationen, und die Anzahl der Seehunde rundum den Watteninseln nimmt schnell zu.
- Überall am Watt: die Tiere schwimmen hin und her, daher sind genaue Zahlen nicht zu nennen, aber einmal eingewöhnt kehren sie stets in dasselbe Gebiet zurück.
- Vor allem rund um Terschelling: die meisten Seehunde liegen schön in der Sonne auf den Sandplatten rund um Terschelling.
Zwei Arten
In den niederländischen Gewässern leben zwei Arten von Seehunden, die man mit etwas Übung gut auseinanderhält.
- Der gewöhnliche Seehund: der kleinere der beiden, Männchen werden maximal zwei Meter. Erkennbar am kleinen, runden Kopf, den V-förmig angeordneten Nasenlöchern und den dunklen Flecken auf grauem, dunkelbraunem oder schwarzem Fell.
- Die Kegelrobbe (graue): mit gut drei Metern deutlich größer, mit gerader, langgezogener Schnauze und parallelen, getrennten Nasenlöchern. Das Fell ist meist grau, manchmal dunkelbraun oder schwarz.
- Zusammen, aber solitär: Seehunde sonnen sich in Gruppen auf der Sandbank, leben aber ansonsten solitär.
- Kurze Mutterfürsorge: eine Mutter säugt ihr Junges nur etwa vier Wochen. Bei Gefahr rettet sie sich selbst, und ein verlorenes Junges sucht sie nicht. Solche Heuler werden manchmal rechtzeitig gefunden und in eine Seehundstation gebracht, um gefüttert und versorgt zu werden.
Sandbänke
Seehunde brauchen die Sandbänke zum Ausruhen und zum Aufziehen ihrer Jungen, und genau dort müssen sie in Ruhe gelassen werden.
- Nah am Menschen: manche Seehunde sieht man mitten auf dem Meer, oder sie schwimmen neugierig mit, wenn man über das Wasser fährt. Auf den Sandplatten versammeln sie sich dagegen in großen Gruppen.
- Sicher am Rand: am liebsten liegen sie auf flachen Platten an der steilen Seite, damit sie bei Gefahr blitzschnell ins Wasser können und wegschwimmen.
- Nicht stören: fahren oder gehen Sie nie auf eine Sandbank mit Seehunden zu. Die Tiere verschwinden dann sofort im Wasser, und außerdem ist es verboten.
Die beste Zeit, um Seehunde zu sehen
Seehunde beobachten ist zum Teil eine Frage des Timings: entscheidend sind vor allem Gezeiten und Jahreszeit.
- Rund um Ebbe: zwischen zwei Stunden vor bis eine Stunde nach Ebbe liegen die meisten Seehunde auf den trockenfallenden Platten in der Sonne. Prüfen Sie also vorab die Gezeiten.
- Jede Art ihre Saison: gewöhnliche Seehunde bekommen ihre Jungen im Sommer (etwa Juni und Juli), Kegelrobben dagegen im Winter (etwa November bis Januar), wenn die weißen Jungtiere auf den Platten liegen.
- Ruhiges Wetter hilft: bei ruhigem, klarem Wetter liegen meist mehr Tiere an Land als bei Sturm und hohem Wellengang.
Seehunde beobachten mit Respekt
Seehunde sind Wildtiere, die schnell erschrecken, halten Sie es also für die Tiere und für sich selbst sicher.
- Abstand halten: bleiben Sie weit genug weg, damit die Tiere ruhig liegen bleiben. Schauen Sie lieber mit Fernglas oder Teleobjektiv, statt näher zu kommen.
- Heuler liegen lassen: berühren Sie ein Jungtier nie und nehmen Sie es nicht mit. Rufen Sie bei einem kranken oder geschwächten Tier die Seehundstation oder einen Ranger, und halten Sie Hunde an der Leine.
- Regeln auf dem Wasser befolgen: nähern Sie sich Sandbänken nicht mit Boot, Kanu oder SUP, denn Störung ist strafbar.
- Müll mitnehmen: sauberes Wasser und eine saubere Küste halten diese Tiere gesund.
Plätze
Seehunde sind für das große Publikum das Symbol des Wattenmeeres, und die bei Ebbe trockenfallenden Platten sind für sie der perfekte Ort zum Ausruhen und Säugen. Vor allem auf den Sandplatten rund um Terschelling liegen diverse große Gruppen. So beobachten Sie sie am nachhaltigsten:
- Auf einer Bootstour: während einer speziellen Seehundfahrt kommen Sie gezielt in die Nähe der Kolonien.
- Von der Fähre aus: auf dem Weg zu einer Watteninsel sieht man sie oft schon auf den Platten liegen.
- Bei einer Wattwanderung oder Segeltour: unterwegs gut möglich, aber halten Sie ausreichend Abstand, denn die Tiere flüchten, wenn man zu nah kommt.
- Vom Strand aus: zwischen zwei Stunden vor bis eine Stunde nach Ebbe liegen sie in der Sonne auf einer Sandplatte. Mit Fernglas oder einer Kamera mit viel Zoom sieht man sie auch vom Strand aus.
Rundfahrten
Möchten Sie gezielt los? Für spezielle Seehund-(Boots)touren können Sie unter anderem hier vorbeischauen:
